5G kann Leben retten

Digitalisierung für Notarzteinsätze nutzen

„Bei Rettungseinsätzen zählt jede Minute. Oftmals wird dann zunächst der Rettungswagen zu dem Patienten geschickt, während ein Notarzt sich bei Bedarf erst später auf den Weg macht. Während der Anfahrt verstreichen dann einige Minuten, die mitunter über Leben und Tod entscheiden können. Um in dieser Zeit die Versorgung des Patienten bestmöglich sicherzustellen, arbeiten Kollegen der STF ITech derzeit fachübergreifend mit dem Kreis Coesfeld an einem neuen Projekt: „5G im Rettungsdiensteinsatz – den Patienten auch digital im Fokus“.

Rettungswagen mit 5G Notarzt

Der Kreis Coesfeld hatte sich erfolgreich um eine Förderung der Konzepterstellung für dieses Pilotprojekt im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beworben und die STF ITech mit der Durchführung beauftragt.

Mittels einer VR-Brille soll der Notarzt schon auf dem Weg zum medizinischen Notfall Kontakt zu den Sanitätern aufnehmen können, die bereits vor Ort sind. Anhand der Videoübertragung kann er sich ein erstes Bild vom Patienten verschaffen und den Kollegen wichtige Anweisungen geben.

Als Vorbild dient ein Pilotprojekt aus Berlin, dort hat eine ansässige Firma bereits einen „5G-Rettungswagen“ entwickelt, der mittlerweile in Dubai im Einsatz ist. Der Wagen verfügt im Innenraum über eine 360  ͦ-Kamera und der Rettungssanitäter ist mit einer Bodycam ausgestattet. Der Notarzt trägt eine VR-Brille und kann durch Kopfbewegungen sowohl zwischen den verschiedenen Ansichten der Kameras wechseln, als sich auch auf die verschiedenen Geräte des RTW schalten, so dass er Messwerte, wie beispielsweise das EKG des Patienten einsehen kann.

Stefan Wehner, Head of Digital Technologies bei der STF ITech dazu: „Mit diesem Projekt werden die Möglichkeiten der 5G-Technologie zur Rettung von Menschenleben eingesetzt. Ein aus technischer wie humanitärer Sicht sehr spannender Ansatz.“

Die Herausforderung besteht in einer flächendeckenden und leistungsstarken Mobilfunkversorgung, sodass die breitbandigen, hochauflösenden Videos und Messwerte des Patienten jederzeit und ortsunabhängig an den Notarzt gesendet werden können.

Derzeit erfolgt bereits eine Machbarkeitsstudie mit den verschiedenen Vertretern der Arbeitsgruppe. In den nächsten Schritten sollen dann seitens der STF ITech Mobilfunkmessungen stattfinden, um die Versorgung im anvisierten Gebiet darstellen und bewerten zu können.

 

 

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