Spontaner Einsatz über den Dächern von Nürnberg

– Helen berichtet von ihrem Tag mit dem Richtfunkteam

Eigentlich sind unsere Teams aus der Verwaltung und Administration nicht bei außer Haus Projekteinsätzen dabei. Umso wichtiger ist es, den Office-Teams Einblicke in Technik-Einsätze vor Ort zu ermöglichen. Das erhöht das Verständnis und vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen den Teams. „Außerdem macht es doch auch Spaß zu sehen, was aus der eigenen Planung geworden ist. Und wenn wir schon so viel Expertenwissen bei uns im Team haben, dann sollten wir diesen Erfahrungsschatz auch innerhalb der STF nutzen“, so Accountleiterin Carina Stadelmeyer.

Auch Helen arbeitet normalerweise im STF Büro Nürnberg oder Remote von zu Hause aus und ist für die Projektbetreuung zuständig. Um ihr einen Einblick in die Arbeit der Richtfunkteams zu gewähren, nahm Carina Stadelmeyer sie kurzerhand mit zu einem Einsatz in Nürnberg am Plärrer. Helen berichtet uns hier von ihren Eindrücken:

„Ein Mittwoch im Juli – es war eigentlich ein ganz normaler Bürotag. Ich plante gerade das Protokoll für ein bevorstehendes Meeting, als mich Carina fragte, ob ich sie mit zu einer Richtfunkentstörung begleiten möchte.

Das Richtfunkteam erklärte uns, dass es regelmäßig prüft, ob es Links im Netz gibt, die einen Fehler oder Probleme aufweisen bzw. deren Qualität nicht den geforderten Parametern entspricht. Mit Links im Netz werden alle aktiven Richtfunkstrecken zwischen zwei Antennen bezeichnet, die draußen funken, also angeschaltet sind. Diese Links versuchen sie immer erst remote zu überprüfen, um den Fehler schon vorab eingrenzen zu können. Das erleichtert die Auswahl des Equipments, welches mit an den Standort mitgenommen werden muss.

In diesem Fall ging es darum, eine verdrehte Antenne wieder in die richtige Ausrichtung einzudrehen. Dazu musste das Team nicht nur den eigentlichen Standort mit der verdrehten Antenne am Plärrer, sondern auch die Gegenstelle in ca. 300m Entfernung anfahren. Es wurde viel gemessen, justiert und telefonische Absprachen getroffen. Da es nicht möglich war, eine Leiter am Mast anzubringen, musste anschließend ein Freikletterer beauftragt werden, um den Auftrag unter sicheren Arbeitsbedingungen durchführen zu können. Dazu treten die Kollegen im Nachgang mit dem zuständigen Planer in Kontakt, übermitteln ihm Dokumentationsunterlagen und Messwerte und sprechen ihre Handlungsempfehlung aus. In den allermeisten Fällen können Sie das Problem aber auch direkt selbst vor Ort lösen, indem sie beispielsweiße einzelne Teile austauschen oder die Eindrehung selbst vornehmen.

Nach dem Einsatz hat sich das noch Zeit genommen, uns den Aufbau eines Standortes genau zu erklären. Dieser Standort befindet sich auf dem Dach eines mehrstöckigen Gebäudes, wobei der Mast sich nochmals auf einer kleinen Erhöhung angebracht ist. Ausgestattet mit Helmen und Sicherheitsschuhen durfte ich die Treppe mit hochsteigen. Ich konnte die Antennen so direkt aus der Nähe betrachten und mir die Funktionsweise von Feedern erklären lassen. Feeder sind Kabelbauteile, die die Antennenkomponenten verbinden und dafür sorgen, dass die Funkwellen in elektrische Signale umgewandelt werden, die dann an die Antenne auf der Gegenstelle geschickt werden. Zusätzlich befindet sich an jedem Standort noch ein oder mehrere Racks. In diesen Racks findet man die Indoor-Units der Radiotechnologie oder des Richtfunklinks wieder. Hier waren sie in einem Container untergebracht. Darüber hinaus sind hier Kabelwege verlegt, die die Technik aus den Schränken mit der Technik am Mast verbinden. Außerdem zeigte mir das Team, wie eine Ausrichtung eingestellt wird und ich konnte ganz nebenbei noch den – leider regnerischen – Ausblick über Nürnberg genießen.

Es war ein super spannender Tag und sehr interessant zu sehen, wie unser Technik-Team arbeitet und ein Richtfunkstandort aufgebaut ist.“

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