Heizen und Kühlen mit einem System

Energiesparen durch Green-Building und innovative TGA Fachplanung

Gläsern steht sie für alle sichtbar mitten im Gebäude. Ein ungewöhnlicher Ort für eine Heizzentrale? In einem gewöhnlichen Haus sicherlich. Nicht aber im Ausstellungs- und Schulungsgebäude eines Heizungs- und Sanitärgroßhandels. Die Firma Elspermann, die zur Unternehmensgruppe Pietsch gehören, zeigt so, dass sie nicht nur Umwelttechnik verkaufen, sondern diese auch selbst nutzen. Denn der Komplex aus Verwaltungsgebäude, Ausstellungs- und Schulungszentrum sowie Abhollager des Großhandels ist ein Green-Building-Gebäude und somit liegt sein Gesamtverbrauch 25 Prozent unter der aktuellen Energieeinsparverordnung.

Heizen mit Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wie wurde dieser Standard erreicht? „Wir haben zum einen auf Luft-Wasser-Wärmepumpen gesetzt“, sagt Hans-Jürgen Schumacher, Leiter TGA-Fachplanung bei der STF Gruppe in Düsseldorf.“ Mit zehn dieser Pumpen wird geheizt. Über eine Industrieflächenbodenheizung kommt die Wärme in das Gebäude.“ Gleichzeitig kann das System im Sommer auch zum Kühlen genutzt werden. Dann werden die Pumpen über Kaltwassersatz-Kassetten eingesetzt. Die Pumpen wurden außen am Gebäude, hinter einer Sichtwand aus Stahlträgern, aufgestellt. So konnte im Innenraum Platz gespart werden. Um einen thermischen Kurzschluss zu verhindern, sind die Zu- und Abluft kanalgeführt. Die kalte Seite wird durch die Wand geführt. Das ist sonst nur bei der Innenaufstellung der Fall.

Sole-Wärmepumpen kamen als Heizsystem für das Gebäude nicht in Frage, was in der Lage des Hauses begründet ist. Denn es steht auf der ehemaligen Schachtanlage der Zeche Lothringen IV in Bochum. Aufgrund von aufsteigenden Grubengasen und Schächten im Untergrund ist das Bohren hier verboten. Fernwärme schloss der Großhandel aus.

Den nötigen Strom selbst gewinnen

Doch das Unternehmen wollte nicht nur beim Heizen Energie sparen. Durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird elektrische Energie gewonnen, die zum Großteil auch selbst verbraucht wird: Einmal zum Betreiben der Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie für die Beleuchtung und eine vor der Tür stehende Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Die gesamte Technik wird von der Gebäudetechnik zentral gesteuert. So kann die Effizienz noch weiter gesteigert werden. Speicher und Durchlauferhitzer sorgen für warmes Wasser in der Küche und den sanitären Anlagen.

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