STF sorgt für leistungsstarken Mobilfunk im Bremer Weserstadion

Profi-Fußballbundesligaspiele verlangen nicht nur von den Spielern eine starke Performance, auch das Mobilfunknetz wird auf eine harte Probe gestellt. Denn Tausende Fans wollen zeitgleich mobile Daten nutzen, um ihre Eindrücke aus dem Stadion zu teilen, News abzurufen, Videos zu schauen bzw. hochzuladen oder einfach nur zu surfen. Die Herausforderung besteht darin, das Funknetz so zu konzipieren, dass es eine leistungsstarke und verlässliche Internetverbindung garantiert. Allerdings macht nicht nur die Nutzung durch tausende Menschen zur gleichen Zeit die Mobilfunkplanung in Stadien und Arenen zu einem komplexen Projekt. Erschwerend hinzu kommen bauliche Besonderheiten, die den Mobilfunkempfang stören können. Doch auch für solche Herausforderungen finden die Mobilfunkspezialisten der STF Gruppe eine Lösung. Dies haben sie im wohninvest Weserstadion, dem Stadion des Profi Bundesligavereins SV Werder Bremen unter Beweis gestellt.

Weserstadion_Mobilfunk-STF Gruppe

Höhere Datenraten durch MIMO

Das Weserstadion von Werder Bremen hat eine Kapazität von rund 42.000 Plätzen. Um eine zuverlässige Mobilfunkabdeckung innerhalb und außerhalb des Stadions zur gewährleisten, haben die Mobilfunkspezialisten der STF Gruppe ein komplexes Indoor-Outdoor-Netzwerk entwickelt. Das sogenannte Multiple-Input-Multiple Output-Netzwerk, kurz MIMO, das die Antennen mit mehreren Kabeln speist, ermöglicht höhere Datenraten als herkömmliche Lösungen. Die Spezialisten der STF Gruppe nutzten für die Planung die Softwarelösungen von iBwave. Um das Mobilfunknetz in Bauten wie Stadien optimal zu planen und an die baulichen Bedingungen anpassen zu können, werden mit der Software detaillierte 3D-Modelle erstellt. In den 3D-Modellen werden Oberflächen sowie Materialien einbezogen. Neben den Architekturplänen werden für das 3D-Modell auch die verschiedenen Baumaterialien und deren Dämpfungseigenschaften berücksichtigt. Die Modellgenauigkeit hat dabei einen erheblichen Einfluss auf die Vorhersehbarkeit der Pegel und die Qualität des Mobilfunknetzes.

Besonderheiten der Bauten müssen bei Planung berücksichtigt werden

Energieeffizienz spielen im Bauwesen eine immer wichtigere Rolle. Dazu zählt auch die Nutzung von energiesparenden Materialien wie Low E-Glas vor. Dadurch kann die Gebäudetemperatur konstant gehalten werden. Nachteilig an dieser sonst sinnvollen Energieeffizienzmaßnahme ist jedoch die dadurch verursachte stärkere Dämpfung des Funknetzes. Konkret hat das Low E-Glas direkte Auswirkungen auf die „Dominance Over Macro“-Annahme. Demnach muss der Mobilfunkpegel innerhalb des Stadions stärker sein als außerhalb, sodass sich die mobilen Geräte in die inneren Zellen einbuchen, um die äußeren Zellen nicht zu überlasten. Daher sollten die Dämpfungseigenschaften der Oberflächen und Baumaterialien bereits in einem sehr frühen Stadium des Projekts berücksichtigt werden. Spezielle Feldmessungen ermöglichen die Anpassung der Standardmaterialeigenschaften und die Anpassung der Dämpfung.

Nach Aufnahme der Daten durch Laserscanning und 360 Grad Fotografie wird in einem nächsten Schritt das detaillierte 3D Modell angefertigt. Auf dieser realistischen Grundlage wurde schließlich die eigentliche Mobilfunkplanung erstellt. Insgesamt wurden im Weserstadion 39 Antennen geplant, die durch 12 LTE-Sektoren und 4 GSM-Sektoren gespeist werden. Für das LTE Netz werden drei verschiedene Frequenzen (LTE1800, LTE2100 und LTE2600) genutzt, um eine hohe Bandbreite zu erreichen. Des Weiteren sind für die Indoor-Bereiche wie VIP- und den Pressebereich weitere 4 Sektoren geplant worden. Das passive Antennen-System ist so konzipiert, dass alle drei Netzbetreiber dieses Netz nutzen können.

Die STF Gruppe entwickelt seit Jahren spezielle Methoden und Techniken, um maximal realistische 3D Modelle zu erstellen. Mit Hilfe des virtuellen Zwillings kann neben einer deutlich schnelleren und effizienteren Planungsarbeit auch die Qualität der Planungen im Vergleich zu herkömmlichen Methoden deutlich gesteigert werden. Und das Wichtigste: Dank der individuellen Planung der Spezialisten der STF können die Besucher des Weserstadions sich auf ein leistungsstarkes und verlässliches Mobilfunknetz verlassen.

https://www.stf-gruppe.de/competence/telekommunikation/#mobilfunk

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