Mobilfunkseminar

in Bad Kissingen

Gegenseitiger Wissensaustausch unter Kollegen ist wichtig. Meistens findet der Knowhow-Transfer informell während der Arbeit statt. Um den gegenseitigen Wissensaustausch noch stärker zu fördern, fand das von Mitarbeiter für Mitarbeiter organisierte Mobilfunkseminar in Bad Kissingen nun schon zum zweiten Mal statt. Terminlich genau vor dem darauffolgenden Sommerseminar – dem Sommerfest der STF Gruppe – konnten sich die Teilnehmer nach dem Workshop noch auf eine tolle Firmenfeier freuen.

 

Doch nun zur Mobilfunk-Schulung: 25 Mitarbeiter besuchten die verschiedenen Vorträge an den beiden Tagen. Das Seminar war in drei große Themenblöcke gegliedert. Der Tag startete mit einem Vortrag über Passive Intermodulation (PIM). PIM ist – sehr knapp formuliert – eine Störungsart in der Übertragungstechnik. Themenschwerpunkte waren hierbei die Fragestellungen „Was ist eigentlich PIM?“, „Wie kann ich PIM messen?“ und insbesondere „Wie lässt sich PIM vermeiden?“. Denn durch PIM kommt es zu einer Verschlechterung der Qualität des Signales. Es verringert sich die Reichweite und die Kapazität eines Mobilfunksektors. In der gesamten Zellfläche ist nur ein geringer Datendurchsatz möglich. Dieser Fehler entsteht durch unsaubere Arbeit bei der Installation, schlechtes Material oder falsche Planung, den es durch Benutzung von hochwertigen Komponenten oder den Austausch alter Materialien zu beseitigen gilt.

 

Das Thema des zweiten Tages lautete „Fraktalantenne“, bei der das Ziel eine maximal breitbandige Charakteristik ist, um diese möglichst universell für viele Frequenzen einsetzen zu können. Letzter Bestandteil des Mobilfunkseminars war ein Vortrag von Holger Tobies über den Tetra-/Behördenfunk. Der Behördenfunk ist das Kommunikationsmedium u.a. von Rettungskräften bei einem Einsatz. Dieser Digitalfunk gewährleistet die Kommunikation zwischen Einsatzfahrzeugen, Handgeräten und der Leitstelle und sollte daher sowohl im Gebäude als auch im Freien empfangbar sein. Problematisch sind daher oftmals Kellerräume.

Beispielmessung

Um diesem schlechten Empfang entgegenzuwirken, gilt es nach ausführlichen Messungen eine Anlage mit Verstärkern und Antennen zu planen, die schlecht versorgte Bereiche ausleuchten. Oftmals wird dafür mit iBwave eine Simulation der Ausleuchtung erstellt. Die Abschließende Planung und Durchführung wird von einem Elektriker umgesetzt, die mit einer Abnahmemessung beendet wird.

 

Jan Müller Weiske, Mitarbeiter im Bereich Telekommunikation bei STF und noch recht neu im Unternehmen, freute sich sehr darüber, viele seiner Kollegen beim Workshop zum ersten Mal persönlich kennen zu lernen. „Auch wenn viele Gebiete für mich noch Neuland sind, konnte ich aus den Vorträgen so einiges mitnehmen. Die Referenten haben tolle Arbeit abgeliefert und viele persönliche Erfahrungen eingebracht.“

Fraktalantenne (Bild von Mathias Weißbach)

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