Corona und Home Office

Frédéric Dildei über die Pandemie als Treiber der Digitalisierung

„Die Digitalisierung ist nicht erst seit Corona Teil der DNA der STF Gruppe“, sagt Frédéric Dildei. Der Head of Digital Business bei STF erklärt in unserem Interview, wie STF der Corona-Krise begegnet und welche Rolle die Digitalisierung in Zeiten einer Pandemie einnimmt.

Atemschutz Mundschutz Corona Home Office

Das Corona-Virus hat Deutschland fest im Griff, die Zahl der Infizierten steigt täglich, große Industriebetriebe schließen ihre Produktionen und Büroarbeitsplätze werden ins Home Office verlegt. Welche Auswirkung spürt STF bei ihren Kunden?

Die STF Gruppe als Beratungs- und Planungsunternehmen hat viele Kunden in systemkritischen Branchen: Energieversorgungsunternehmen, Telekommunikationsunternehmen und Behörden. In diesen Bereich wird unsere Arbeit gerade umso dringender benötigt. Behörden benötigen das höchsten Sicherheitsanforderungen genügende sog. BOS-Netz, für welches STF die Versorgung großer Gebäude plant und Funkstandorte abnimmt. Auch der Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze muss weitergehen, um die Firmen und die Mitarbeiter im Home Office breitbandig zu verbinden und deren Geschäftsprozesse sicherzustellen. Die Kunden der STF Gruppe erleben uns in diesen Tagen als einen verlässlichen Partner, der gut aufgestellt ist, um die Projekte nahezu reibungslos weiterlaufen zu lassen.

Welche logistischen Herausforderungen hatte die STF Gruppe zu leisten, als Anfang der Woche von der Bundesregierung angeordnet wurde, alle Büroarbeitsplätze ins Home Office zu verlagern?

Auch wenn es etwas seltsam klingt, wir waren sehr gut darauf vorbereitet. Die Digitalisierung ist nicht erst seit Corona Teil der der DNA der STF Gruppe. In den vergangenen Jahren haben wir sukzessive alle Business-Prozesse analysiert, optimiert und digitalisiert. Zum Beispiel der Recruiting-Prozess ist voll digital, von der Bewerbung über das Social Media-Profil, das Telefon- oder Video-Interview bis zur Einstellung. Auch die Planungsprozesse für unsere Carrier-Kunden sind komplett digitalisiert, alle Daten zentral nach deutschem Datenschutz gehostet, sodass die Mitarbeiter von jedem Standort der STF – und das sind inzwischen über 320 Mitarbeiter an 14 Standorten in Deutschland – darauf zugreifen und arbeiten können. Somit war es auch kurzfristig möglich, die Kolleginnen und Kollegen vom Home Office arbeiten zu lassen. Die Kommunikation untereinander findet heute schon überwiegend über Skype- und Teams-Sessions statt, somit war auch das keine besondere Umstellung. Über unseren Sharepoint werden alle Mitarbeiter quasi in Echtzeit informiert und Fragen werden von unserem Krisenstab kurzfristig beantwortet. Somit lassen wir auch im Home Office keinen Mitarbeiter auf sich alleine gestellt und das zahlt sich in hoher Produktivität aus.

Gab es somit bei der STF überhaupt keine Probleme und Einschränkungen?

Natürlich gab es die ein oder andere Nuss zu knacken; Planungssoftware zum Beispiel, die auf einem besonders leistungsfähigen Desktop-Rechner läuft, der nicht ins Home Office verbracht werden konnte. Aber auch hier gab es eine Lösung unserer IT, die Mitarbeiter greifen über eine Remote Access-Verbindung von Laptop zuhause auf diesen Rechner zu und lassen „weiter im Büro rechnen“.

Auch unsere Kunden benötigen Unterstützung bei den Prozessen, einige supporten wir aktuell bei der Analyse, der Optimierung und Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse Das können Vertriebsprozesse sein, ebenso wie Planungs- und Logistikprozesse. Auch durch die Bereitstellung gemeinsamer Datenplattformen und Co-Working-Tools ermöglichen wir weiterhin die reibungslose Kommunikation der Kunden mit uns und ihren Partnern und Mitarbeitern.

Wie schätzt Du, soweit das aktuell überhaupt möglich ist, die Situation nach dieser Krise ein?

Wir erleben gerade den größten Praxis-Stresstest für die Digitalisierung in Deutschland. Vieles funktioniert schon ganz gut, an einigen Stellen sehen wir aber auch die Grenzen. Die Schulen sind noch nicht so digital aufgestellt, wie man es in diesem Tagen bräuchte und auch der Breitband- und Mobilfunk-Ausbau in Deutschland ist längst nicht abgeschlossen. Das liegt natürlich zum großen Teil an den ausgeschöpften Kapazitäten beim Tiefbau und der Installation. Ein Nebeneffekt der Krise könnte sein, dass viel mehr Arbeit ins Home Office verlagert werden kann, als die Unternehmen bisher dachten. Das würde dann ganz nebenbei auch zu weniger Verkehr und weniger CO2-Ausstoß führen und hätte somit sogar einen positiven Effekt für die Umwelt. Ich glaube daher fest daran, dass Deutschland gestärkt aus dieser Krise kommen und die Digitalisierung einen weiteren Schub nehmen wird. Die STF Gruppe wird mit ihren Beratungs- und Planungsleistungen dabei weiterhin tatkräftig unterstützen.

 

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